Das Unbewusste – ist es ein Fluch oder können wir es als Chance nützen?

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Unbewusste

Spontan würden die meisten von uns sagen: Das Unbewusste ist mir egal, ich weiß wer ich bin, ich weiß, wie ich funktioniere, was ich brauche und wie ich worauf reagiere. Das Unbewusste hingegen, ist das – wie das Wort schon sagt – was ich nicht weiß. Ist dieses Unwissen ein Grund, Angst davor zu haben? Ist das Unbewusste eine dunkle, höhere Macht, die uns manipuliert, ohne dass wir dagegen etwas tun können? Oder ist es einfach „Psycho-Kram“?

Oder ist das Unbewusste ein großes Geschenk, etwas, das uns von Nutzen sein kann, ein Schatz, der nur gehoben werden muss?

Dazu gilt es einmal den Fokus darauf zu richten, wie das Unbewusste entsteht. In dem Moment, wo wir „angelegt“ sind, also in dem Moment, wo unser Leben beginnt, sich Eizelle und Samenzelle vereinen, ab dem Moment machen wir Erfahrungen. Jeder noch so kleine Organismus entwickelt Strategien um zu existieren. Manche Strategien funktionieren gut, sie bringen uns weiter. Andere funktionieren weniger oder gar nicht. Aus diesen Erfahrungen lernen wir, jede Sekunde unseres Lebens. Diese Erfahrungen liefern uns also eine Unzahl von Informationen, die dann im Unbewussten abgespeichert werden, nur ein ganz kleiner Teil davon dringt tatsächlich in unser Bewusstsein.

Ein vielleicht etwas banales Beispiel ist die Sache mit dem Fahrradfahren: Müssten wir jedes Mal von Neuem darüber nachdenken, wie das Fahrradfahren funktioniert, welche Muskeln ich nutzen muß, wäre das Projekt „Fahrradfahren“ von Anfang an zum Scheitern verurteilt, genauso wie auch so essentiellere Dinge wie „Gehen“, „Essen“, „Sprechen“, etc.

All dies basiert auf erlernten Strategien, die sich auf Grund des Erfolges eingeprägt und im Unbewussten manifestiert haben.

Jetzt haben wir aber auch Erfahrungen und Strategien – also Verhaltensmuster – entwickelt, die einmal funktioniert haben, auf Grund veränderterer äußerer Umstände aber heute nicht mehr nützlich sind.

Und hier wird es kompliziert 🙂 .

Denn – unbewusste Verhaltensmuster zu adaptieren beziehungsweise zu verwerfen und durch neue zu ersetzen – wie soll das funktionieren?

Andererseits – nur, wenn ich diese alten Muster entmachte, können sich neue entwickeln, die mir alternative Lösungsansätze zeigen, mir neue Perspektiven aufzeichnen. Dieses neue Wissen kann enorm hilfreich in Entscheidungs- und/oder Krisensituationen sein.

Um aber in Kontakt mit diesem unbewussten Potential zu gelangen, bedarf es bestimmter Techniken und Methoden.

Lass uns drüber reden.