Trost – Wenn einen das Leben mal wieder herausfordert

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Trost

Wir alle kennen die Momente im Leben, in denen man dringend Trost braucht. Oft sucht – und findet – man dann Trost bei anderen Menschen. Aber manchmal ist niemand da – oder aber wann will sich nicht immer Trost von anderen holen, den anderen mit seinen Themen „auf die Nerven gehen“, sich anderen gegenüber öffnen oder sich gut gemeinte Ratschläge anhören.

Oft ist es hilfreich, eigene Strategien zu haben, bei sich selbst Trost zu finden. Wir alle haben dieses Potential in uns, vorausgesetzt, man weiß, wie man „tickt“, was man in solchen Situationen braucht.

Und ich spreche nicht von Ablenkung oder Abstumpfung. Klar, all das macht es im Moment oft leichter – aber es ist nur eine kurzfristige Lösung. Meistens holt einen das Thema dann doch noch ein, so weit weg, so laut,  so schnell, so betrunken, so cool kann man gar nicht sein.

Dabei ist es nicht so schwer – es reicht oft, sich nur ein paar Minuten Zeit und Ruhe zu nehmen und seinem Körper und Geist die Chance geben, sich zu öffnen. Ein paar Minuten in sich hinein horchen, hinein spüren, was wirklich fehlt, was man sich Gutes tun kann.

Und was es dann auch oft braucht, ist ein bisschen Selbstdisziplin (ich weiß, das klingt jetzt unangenehm, aber so mühsam ist es gar nicht 🙂 ).

Denn unser innerer Schweinehund bietet uns natürlich den einfachsten Weg an: sich unter der Decke verkriechen, schlafen, der totale Rückzug, Fernseher an, Schokolade, Wein, Flug irgend wo hin buchen, shoppen, all das sind ohne Zweifel Strategien, die schnell funktionieren um vor der Realität zu flüchten – aber oft eben nicht sehr nachhaltig. Wir können vor unseren eigenen Themen nicht davon rennen.

Und um diesen kurzfristigen Verlockungen zu widerstehen braucht es eben Selbstdisziplin. Denn die klügere Lösung ist immer wirklich hin zu schauen, was braucht es jetzt wirklich. Was ist es denn, was mich jetzt wütend, melancholisch, traurig, ärgerlich macht? Welcher Punkt wurde denn da getroffen? Und was hilft mir jetzt wirklich? Um das zu erkennen ist es auch immer wichtig zu sehen, woher es kommt. Und – leider – es hat nie etwas mit „den anderen“ zu tun. Die Lösungen liegen immer in einem selber.

Aber manchmal sind diese Lösungen dann ganz einfach.

Lass uns drüber reden.