Selbstbewusstsein – ein Spiegel unserer Seele

Keine Kommentare
Selbstbewusstsein

Ein gesundes Selbstbewusstsein – jeder will es, aber wie definiert es sich, wie kommt man dazu?

Zuerst gilt es einmal zu unterscheiden: Ist Selbstbewusstsein das, wie wir uns sehen oder das, wie wir von anderen gesehen werden? Wie wichtig ist es für uns, wie andere uns wahrnehmen? Wie glauben wir, werden wir von anderen gesehen? Fremdbild und Selbstbild ……

Selbstbewusstsein hat auch viel mit Selbstsicherheit zu tun. Selbst-Sicherheit, wir sind uns selbst sicher. Da steckt schon ganz viel Kluges in dem Wort. Denn nur wer sicher ist, wer sich sicher und geschützt fühlt, kann auch so auftreten. Das lernen wir bereits als Baby, lt. den aktuellen Erkenntnissen der Wissenschaft bereits als Ungeborenes (vgl. Gerald Hüther, „Etwas mehr Hirn, bitte“ ©2015, Vandenhoeck & Rupprecht GmbH) . Werden die Primärbedürfnisse (Essen, Trinken, Nähe) befriedigt, ist das Umfeld sicher, kann man es auch wagen, sich auf neues Terrain zu begeben, Neues auszuprobieren. Dadurch entwickelt man sich weiter, hat Erfolg, wird bestätigt. Selbst wenn etwas mal nicht klappt, hat man die Ressourcen, zurück zu rudern und einen anderen Weg zu probieren. Dadurch entwickelt man Selbstbewusstsein.

Was weiters damit zusammen hängt ist die Liebe zu uns selbst, dieses bedingungslose Annehmen unseres Selbst, unseres Charakters, unseres Körpers, unserer Entscheidungen. Aber auch des uns selbst verzeihen können, schließlich ist niemand immer perfekt (muss auch nicht sein, oder?). Die Fähigkeiten, über Fehlschläge hinweg zu lächeln und zu erforschen, was man aus dem Fehlschlag Gutes raus holen kann, lernen kann (dann ist es auch wieder kein Fehlschlag!). Wenn wir uns selbst lieb haben ist es auch nicht notwendig, andere immer für alles verantwortlich zu machen. Es ist nicht mehr notwendig, immer einen Schuldigen zu suchen. Jeder gibt sein Bestes, nach seinem individuellen Können.

Und Du hast trotzdem das Gefühl, dass Du nichts wert bist? Sei Dir dessen gewiss, jeder Mensch hat seine ganz eigenen Talente. Vielleicht hältst Du in bestimmten Bereichen dem Vergleich mit jemand anderem nicht stand. Na und? Dafür bist Du in einem anderen Bereich Weltklasse! Jeder Mensch ist anders, zum Glück. Und – Vergleiche haben noch niemanden glücklicher gemacht, höchstens Stress evoziert.

Aber gerade in dem Beruf, in dem Du zum Beispiel arbeitest, sind Deiner Meinung nach die Kollegen viel besser als Du? Das ist auch der Grund, warum sie Dich Deiner Meinung nach nicht ernst nehmen, Du Dich nicht durchsetzen kannst, Du zu wenig verdienst, etc.?

Versuch einmal, die Szene, Dich im Kreis Deiner Kollegen, von außen zu sehen. Wie sehen sie Dich wirklich? Wie siehst Du sie? Vielleicht schafft ein Blick von außen mehr Klarheit.

Vielleicht ist es aber auch so, dass Deine „innere Welt“ und Dein Umfeld nicht zusammen passen. Diese Inkongruenz erzeugt Stress, man rudert ständig gegen den Strom. Die schlimmste Konsequenz daraus wäre, dass – wenn Du es nicht tust – Dein Körper irgendwann die Reissleine zieht. Das Burnout-Syndrom ist hausgemacht…

Selbstbewusstsein heisst also, zu sich zu stehen, seine eigene Schönheit, innerlich wie äußerlich, zu sehen. Sich zu sich zu bekennen, unabhängig vom Feedback von Anderen, unabhängig von Erwartungen und Konzessionen von außen.

Lass uns drüber reden.