Von Mut und Hingabe, sich dagegen zu entscheiden

Keine Kommentare
Mut und Hingabe

Wir drehen uns im Kreis, immer in der selben Schleife, oft ein Leben lang. Auf Neudeutsch, wir verlassen unsere Komfortzone nur ungern. Nur wenn es unbedingt notwendig ist. Das erfordert Mut und Hingabe. Denn das Bekannte, und sei es noch so wider unsere wahre Bestimmung, vermittelt uns trotzdem Sicherheit und Geborgenheit. Und es ist bequem. Es bringt uns zwar nicht wesentlich voran, die Amplituden sind abgeflacht, es fehlen die Herausforderungen, aber es kommt auch nichts Unerwartetes. Damit sind wir nicht angreifbar. Es ist wie eine warme alte Daunendecke, bietet Schutz und Sicherheit. Daher Mut und Hingabe – denn ohne dem wird der Ausstieg aus dieser warmen, sicheren Wolke nicht gelingen. Aber manchmal ist es notwendig, manchmal bleibt uns gar nichts anderes übrig als den Weg von Mut und Hingabe zu gehen. Denn manchmal ist all die seelige Sicherheit zu viel – es drängt uns geradezu zu neuen Ufern, die ausgetretenen Wege zu verlassen und abzubiegen.

Und hat man sich das einmal eingestanden und bewusst gemacht, ist es auch gar nicht mehr so schwer, der erste Schritt ist getan. Und dieser erste Schritt erfüllt einen plötzlich mit neuer Energie, mit Freude und Antrieb, mit Neugier auf das, was da kommt. Es ist, wie wenn eine schwere Last abgelegt ist und man fliegen lernt.

Trotzdem, diese Entscheidung bringt vielleicht auch Einbußen mit: Einsamkeit, finanzielle Einbußen, Gegenwind aus dem Umfeld, von Freunden oder Familie, wenig Freizeit, etc. Und trotzdem, jeder der schon einmal in der Situation war, weiß: Es zahlt sich aus, seinem inneren Ruf zu folgen, voll Mut und Hingabe – denn ohne denen wird es nicht funktionieren.

Lass uns drüber reden.