Fokusierung – Das Geheimnis hinter guten und schlechten Tagen

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Fokusierung

Ob es ein guter oder ein schlechter Tag wird hängt davon ab, wie Du ihm begegnest, wie Du ihn gedanklich angehst, für welche Fokusierung Du Dich entscheidest.

Gleich vorab – das hat nichts mit Schönfärberei, Gutmenschtum und „Kopf in den Sand“-Mentalität zu tun. Ohne Zweifel gibt es auf der Welt unendlich viel Leid und Verzweiflung, ganz viel läuft schief und mehr denn je, gilt es achtsam zu sein.

Aber heißt das auch, dass wir unseren Fokus auf all das Schlimme in der Welt legen müssen? Zwischen „sich dessen bewusst sein“ und „es zum Zentrum unseres Denken und Tuns“ zu machen liegen Welten.

Mir wird oft Naivität vorgeworfen. Und wenn das, was ich lebe und empfehle, wofür ich mich entschieden habe, naiv ist, dann soll es eben so sein. Aber ich kann Euch eines sagen: ich lebe ziemlich gut damit. Und das ohne die Dinge, die schief laufen in meinem näheren und weiteren Umfeld, zu übersehen.

Ich hab mich dafür entschieden, an das Gute zu glauben. Das mag jetzt nicht nur naiv sondern auch angesichts all der schrecklichen Bilder, die wir täglich sehen, zynisch klingen. Mich machen die Bilder und Nachrichten ebenfalls traurig und sie geben mir ein Gefühl der Hilflosigkeit. Aber – ich kann die Kämpfe in Syrien nicht beenden, ich kann den Hunger in der Welt nicht tilgen, ich kann nicht verhindern, dass Terroristen Menschen ermorden und Kinder ihren Müttern und Vätern wegsterben. Aber ich stelle mir nicht die Frage, was ich nicht kann – wenn ich es auch nicht ändern kann.

Ich beschäftige mich damit, was ich tun kann, wo ich etwas ändern kann. Ich kann gut zuhören, ich kann mich gut in andere Menschen hinein fühlen, ich kann gut wertfrei auf Menschen zugehen, ich kann gut verzeihen, ich kann gut lieben, ich kann gut lachen, ich kann gut bewirten, ich kann gut helfen, ….

Was jeder einzelne gut kann, diese Liste lässt sich endlos fortsetzen. Und wenn jeder Mensch nur im engsten Umfeld sich darauf konzentriert, was sie oder er gut kann bzw. was ihre oder seine Verwandten/ Freunde/ Nachbarn/ Kollegen etc. gut können – dann ist schon viel gewonnen.

Dann liegt die Fokusierung beim Guten – und nicht beim Schlechten.

Ich würde sagen, einen Versuch ist das doch wert – einfach einmal morgens raus zu gehen und ganz bewusst gute und schöne Dinge/ Menschen/ Situationen/ Gesten/ etc. zu finden.

Kleiner Tipp am Rande: mit einem Lächeln und „gehobenem Brustbein“ gelingt das noch besser 🙂 .

Lass uns drüber reden.