Fasten oder Diät – mit Leichtigkeit ins neue Jahr

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Fasten

Es gibt diese Menschen, für die Fasten kein Thema ist. Die die Feiertage mehr als diszipliniert überstehen, die die freie Zeit genutzt haben um ihrem Körper etwas Gutes zu tun, ganz viel Sport gemacht haben und sehr bewusst gegessen haben, viel frische Luft und literweise Kräutertee zu sich genommen haben. Ich weiss, dass es diese Menschen gibt – ich gehöre leider nicht dazu. Um ehrlich zu sein – nichts hab ich ausgelassen. Schon vor Weihnachten hat es mit den diversen Vor-Weihnachtsfeiern begonnen, wobei da der Alkohol eher das Thema war als das Essen. Dann kamen die Weihnachtsfeiertage, geprägt von essen, essen, essen – von morgens bis abends. Durchaus köstlich, gemeinsam mit Familie und Freunden herrliche Dinge genossen, abends dann noch die Kekse von der Tant‘, na und die Lindor-Kugeln vom Christbaum kann man ja auch nicht verkommen lassen. Dazu vielleicht ein kleiner Eierlikör (auch selbstgemacht von der Tant‘). Der Effekt: bereits am Nachmittag des 26. Dezembers hatte ich eine mittlere gastroenterologische Krise. Aber nichts, was nicht mit einem Schnapserl und einem Tag Fasten ( ok – kulinarischer Zurückhaltung) zu lösen wäre. Am 28. ging es schon munter weiter.

Also – lange Rede, kurzer Sinn. Am 1. Jänner erging es mir wie vielen anderen Leidgenossen: Der Entschluss „So kann es nicht weitergehen“ ist getan. Doch was tun?

Gibt es sie, DIE Wunderdiät? Ganz ehrlich – und das könnt ihr mir geschätzte KollegInnen im willigen Geiste glauben – es gibt sie nicht. Tut mir leid. Klar, es gibt alle möglichen Diäten, die Ratgeber-Branche boomt.

Ich bin zum Schluss gekommen, Diäten nützen alle nichts. Das Problem: sie sind kurzfristig, zeitlich limitiert. Ich bin bereit, mich eine bestimmte Zeit zu kasteien, evtl. durchaus mit Erfolg (Wobei ja auch zu definieren wäre, was als Erfolg gewertet wird: die Kiloanzeige auf der Waage, die „gute“ Jean, seine Zehen wieder sehen können, …….). Aber was ist dann – zurück ins alte Muster? Oder sollten wir nicht dieses gewohnte Verhaltensmuster einmal unter die Lupe nehmen?

Welchen Zusatznutzen hat denn das Essen für uns, wofür steht denn das Essen? Ganz oft kommen da Werte wie Trost, Beschäftigung, Geborgenheit, Belohnung, etc. Offenbar sind diese Werte besonders wichtig. Man könnte sich ja überlegen, wie man diese Werte anders befriedigen kann, ohne dem Essen diese Macht zu geben.

Die nächste Frage, die sich stellt: Was tut mir denn gut? Eine Lindor-Kugel hin und wieder ist sicher in Ordnung, aber müssen es wirklich zehn auf einmal sein? Was steckt da dahinter? Und – was braucht denn unser Körper wirklich? Was tut uns gut, was tut uns nicht gut? Für all das gibt es kein Patentrezept denn jeder Körper ist anders. Eines steht allerdings fest:

  • Es gibt keinen Grund, auf unseren Körper böse zu sein, ihn nicht mehr zu lieben. Schließlich haben wir selber, großteils ganz bewusst, dazu beigetragen, wie er aussieht.
  • Eine zeitlich begrenzte Diät fruchtet nicht wenn wir nicht unsere Einstellung zum Essen und unser Essverhalten selbst analysieren.
  • Was braucht mein Körper, wie kann ich ihm Gutes tun (und nein – es sind nicht die 10 Lindor-Kugeln). PS.: Ich persönlich habe für mich das interimistische Fasten gefunden. Tageweise gar nichts essen, nur trinken. Aber das ist nur einer von hunderten Wegen. Jeder findet etwas Anderes für sich gut.
  • Essen ist etwas sehr Schönes und Genussvolles und es ist nicht „Pfui“!
  • Wie schaut denn unser Ziel aus, wie sehen wir tatsächlich aus, wenn wir am Ziel sind? Ein genaues Zielbild ist hilfreich: Wie sehe ich aus, wenn ich am Ziel bin, wie fühlt sich das an, wie rieche ich?
  • Gibt es noch andere Tools, wie ich dieses Ziel erreichen kann, die mich unterstützen?

Und dann: Here wie go! Es ist eure Entscheidung im Kopf.

Lass uns drüber reden.